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Am Freitag, dem 08. Juli 2005 fand in der Werner-Bochers-Halle Erbach eine Folkloreveranstaltung unter dem Motto

?Lasset uns am Alten, so es gut ist halten,
aber auf dem alten Grund, neues bauen jede Stund?

statt. Ausrichter dieses Abends war die Hans-von-der-Au-Gruppe Erbach, die im Zeitraum vom 04. 07 bis einschließlich 09. 07. 05 die lettische Folkloregruppe ?Sakta? zu Gast hatte und die ganze Woche mit ihren Gästen im Odenwald und der näheren Umgebung verbrachte.

Die Gäste waren alle privat in Familien unter gebracht, so dass sich auch hier persönliche Kontakte entwickeln konnten.

Der Kontakt zu den lettischen Freunden kam durch
die Tanzleiterin der lettischen Gruppe, Frau Ineta
Intriksone, zustande, die persönliche Kontakte zu
ihrem Bruder Juris Bormanis in den Odenwald
pflegt, der sich in Brombachtal beruflich niederge-
lassen hat.

Die Gäste der sehr gut besuchten Werner-Bor-
chers-Halle sahen ein breit gestreutes Repertoire an Folkloretänzen.

Eröffnet wurde der Folkloreabend mit dem Kanon

?Lasset uns am Alten - so es gut ist halten...?

Diesem Leitspruch hat sich die Erbacher Hans-von-der-Au-
Gruppe zu eigen gemacht und versucht durch ihre Arbeit
diesem gerecht zu werden.
Den Anfang gestalteten die Kleinsten der Hans-von-der-Au-
Gruppe mit der ?Worff?, der ?Schlittenfahrt? und ?Oh Susanna?. Die mittlere Altersgruppe zeigte eine Darbietung
des ?Webertanzes? der ursprĂĽnglich in Schweden


beheimatet war und den Weg ĂĽber Norddeutschland bis in
den Odenwald fand.
Den Abschluss des Odenwälder Teiles war der Erwachsenen-
gruppe vorbehalten, die die Hessische Suite, eine Tanzfolge
der schönsten hessischen Tänze, auf die Bühne brachten.

Choreografisch war diese Suite 1953 von Ă„nne Goldschmidt,
choreografische Leiterin des Folkloreensembles der ehe-
maligen DDR aufbereitet worden, nachdem sie durch einen
Auftritt der Hans-von-der-Au-Gruppe in Rudolstadt/
ThĂĽringen dazu inspiriert wurde.

Zusammen mit Ă„nne Goldschmidt und deren Nachfolgerin,
Frau Maud Butter, wurde die ?Hessensuite? unter der
Leitung von Klaus Ripper, Tanzleiter der Hans-von-der-Au-
Gruppe, einstudiert und erstmals in Erbach der Ă–ffentlichkeit
vorgestellt. Lang anhaltender Beifall des Publikums war der Lohn fĂĽr viel MĂĽhe und SchweiĂź.
Den Hauptteil des Abends gestaltete die aus Limbazi/Lettland
angereiste Folkloregruppe ?Sakta?.

Der Name ?Sakta? bedeutet ?Brosche? und ist in stilisierter Form das Aushängeschild der Gruppe.
Die Gruppe ?Sakta? existiert seit 57 Jahren und zählt zu den besten Folkloregruppen Lettlands. Das Repertoire der Gruppe beinhaltet folkloristische Tänze aus ganz Lettland,
die choreografisch aufbereitet, in entsprechend bunten
Trachten dem Publikum dargeboten werden.


In der Werner-Borchers-Halle präsentierte ?Sakta? einen
Querschnitt? traditioneller Tänze in farbenprächtigen
Trachten,umrahmt von folkloristischen Liedern und Musik-
stĂĽcken.
Bemerkenswert waren auch mitgefĂĽhrte Musikinstrumente,
u. a. der lettentypische Kokle und der Bass-Kokle. Beides
Saiteninstrumente die ähnlich einer Zitter gespielt werden.

 

Den Abschluss des Abends gestalteten beide Gruppen
gemeinsam. Eine Gruppe gemischter Tänzer und
Tänzerinnen fanden sich auf der Bühne zusammen um
einen lettischen Folkloretanz und die ?Bayrisch Polka?
darzubieten, die an den gemeinsamen geselligen Abenden
einstudiert wurden.

Alles in allem war es ein gelungener Abend, der dem anwesenden Publikum viel Freude und Abwechslung bescherte.

 


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