Zvolen
(Annika Kielholz)

Unsere Tanzgruppe, die Jugendgruppe der Hans-von-der-Au-Trachtengruppe Erbach trat im Zeitraum vom 28.05.2007 bis 02.06.2007 eine Fahrt nach Zvolen/Slowakei. Sie folgte einer Einladung von Maria Mázarová, welche zu einem internationalen Kinder-Folklore-Festival eingeladen hatte.

Wir trafen uns also in der Nacht von Sonntag auf Montag um 0:30 Uhr und packten alle Trachten und pers├Ânliche Dinge in den Bus.
Um 1 Uhr ging unsere Reise dann endlich los.
Nur sehr wenige schliefen. Die meisten waren zu aufgeregt. Aber eigentlich hatten alle nur den gemeinsamen Wunsch, schnellstm├Âglich in Wien anzukommen, denn das stundenlange Sitzen im Bus war schon recht gew├Âhnungsbed├╝rftig.
Aber alle machten das Beste draus.

Mit Liedern wie ?Zieht den Bayern die Lederhosn aus? und ├ähnlichen wurde die gute Laune nach oben geschaukelt. Unterwegs rasteten wir noch zwei Mal auf deutschen Rastpl├Ątzen.
Die dritte Rast war dann schon kurz vor Wien. Auf einem wirklich sch├Ân zurecht gemachten Rastplatz packten wir unser Fr├╝hst├╝ck aus und machten Picknick im Freien Alle fieberten Wien entgegen, denn jeder war gespannt auf den ber├╝hmten Prater den auch wir besuchen wollten.
Endlich ? Endstation ? Wien. Mit der Stra├čenbahn ging es direkt zum Prater. Dort konnte jeder nach Herzenslust seine Freizeit genie├čen. Es wurde ausgemacht, dass wir uns um 17 Uhr wieder am bekannten Riesenrad treffen w├╝rden, jedoch die meisten waren schon viel fr├╝her da.
Der Prater war eben doch nicht so der Renner. ?Hier ist es voll langweilig?, h├Ârte man recht oft sagen.
Ein paar nutzten die Zeit sinnvoller, in dem sie in die Innenstadt fuhren und sich diese ein wenig anschauten.
Fr├╝hzeitig kehrten wir in die Jugendherberge zur├╝ck
Es wurden die Zimmer verteilt und einige gingen duschen.
Nach dem Abendessen, welches sehr reichlich und gut war, war der Rest des Abends zur freien Verf├╝gung erkl├Ąrt worden.
Am Dienstag wurde dann um 8:30 gefr├╝hst├╝ckt und um ca. 10 Uhr fuhren wir weiter in Richtung Zvolen, unserem eigentlichen Ziel entgegen, wo wir um 15 Uhr erwartet wurden.
Da wir etwas zu fr├╝h waren machten wir noch einmal eine Rast ca. 130 km vor Zvolen.
Um 15:35 Uhr hatten wir dann endlich an unser eigentliches Ziel erreicht, ZVOLEN. Dort wurden wir am Kulturzentrum erst einmal von unseren Dolmetschern Peter und Martin in Empfang genommen, die uns dann die ganze Woche ├╝ber zur Verf├╝gung stehen sollten. Sie begleiteten uns zu unserem Internat, wo die Zimmerverteilung vorgenommen wurde.
Diese wurden anschlie├čend bezogen und um 18 Uhr ging es zum ersten Auftritt, welcher in einer Art Kurklinik mit sehr viel behinderten Kindern war.

Es war geplant, dass wir um 19 Uhr zu Abend essen, aber die Zeit reichte nicht; unser Auftritt war zu lange. So kamen wir mit einer halbem Stunde Versp├Ątung an, um dort zu essen. Es gab Spaghetti -> lecker.
Den Rest des Abends verbrachten wir damit, auf dem Gang Musik zu machen, zu singen, zu tanzen und einfach Spa├č zu haben.
Das war ein sehr gelungener Tag und der Abend war echt klasse.
Der Mittwoch begann, wie ├╝blich, mit einem Fr├╝hst├╝ck.
Anschlie├čend fuhren wir ins Kulturhaus, um dort eine Stell- und Laufprobe f├╝r den bevorstehenden Auftritt zu absolvieren.
Um 9 Uhr traf schon das erste Publikum ein, Kinder einer Schule, und so begann das Programm mit allen Gruppen, welche an diesem Festival teilnahmen.
Wir tanzten den Fischertanz und den Webertanz.
Um 11 Uhr hatten wir bereits den n├Ąchsten Auftritt vor ├Ąlteren Sch├╝lern, denen wir den Hohenbuckoer Springer, die Bayrisch Polka sowie den Bankerltanz zeigten.
Nach den beiden Auftritten war Mittagessen angesagt
Danach war bis 15.30 Uhr Freizeit angesetzt. Anschlie├čend sollte der n├Ąchste Auftritt auf dem Marktplatz von Zvolen stattfinden.
Aber leider regnete es ununterbrochen und so wurde der Auftritt abgesagt.
Um nicht den ganzen Tag nur im Internat ?abzuh├Ąngen? fuhren wir mit Peter und Martin nach Bansk├í Bystrica in das Europacenter gefahren, um dort ein wenig shoppen zu gehen.
Das kam bei allen in der Gruppe sehr gut an, vor allen weil es einen Supermarkt gab. Den nutzten so gut wie alle um dort Getr├Ąnke ein zu kaufen. So auch das Jungenzimmer mit Philipp, Ren├ę S., Joscha und Friedemann, welche f├╝r ihr 4er Zimmer allein 20 Liter Pepsi kauften!
Um 19 Uhr gab es im Internat wieder Abendessen und danach war ?Disco? angesagt, welche von 20 Uhr bis 22 Uhr im Kulturhaus stattfand.
Es wurden viele Lieder aus ├Âstlichen L├Ąndern gespielt, welche wir nat├╝rlich nicht kannten.
Aber auch Schnulzen wie ?Celine Dion ? My heart will go on? waren sehr gew├╝nscht.
Da wir am Abend zuvor zu laut waren, mussten wir um 23:30 Uhr im Bett liegen, was aber nicht weiter tragisch war, da wir alle recht m├╝de waren. So fiel es uns nicht sonderlich schwer, leise zu sein ? (schnarch).
Am Donnerstag fuhren wir nach dem Frühstück Richtung ?Základná Skola? (das ist eine Schule in Zvolen).
Dort wurden wir zu unserer ├ťberraschung sehr herzlich begr├╝├čt: mit Gesang, Brot und Salz.
Es folgte eine F├╝hrung durch die Schule und wir erfuhren, dass in dieser auch k├Ârperlich behinderte Kinder integriert werden.
Der Knaller in der Schule war jedoch die Deutsch-Klasse. Diese hatte sich so viel M├╝he mit unserem Besuch gegeben. Sie hatten einen Sitzkreis errichtet, Geschenke f├╝r jeden vorbereitet, und vor allem, viel Deutsch und alles liebevoll hergerichtet. Das war wirklich ein sehr positiv ├╝berraschendes Erlebnis, mit welchem wir beim besten Willen nicht gerechnet hatten.
Aber eigentlich sollten wir in der Schule ja tanzen. Das taten wir dann auch, unser ganzes Programm, abgesehen von der Bayrisch Polka und dem tollen Achter.
Ich glaube wir hatten noch kein so tolles Publikum wie dieses, denn die Kinder dort haben fast getobt vor Begeisterung, was ein Gef├╝hl des Auftrittes. Dadurch machte es nat├╝rlich noch viel mehr Spa├č zu Tanzen!
In der Schule wurden wir auch verk├Âstigt. Es gab das Nationalgericht: Sauerkraut, Rindfleisch und b├Âhmische Kl├Â├če. In unserem Internat hatten wir dann wieder Freizeit, bei der z.B. die Kinder-volksmusik noch einmal ihre Lieder probte (welche aber dann doch nicht vorgef├╝hrt wurden).
Der ausgefallene Auftritt auf dem Marktplatz vom Mittwoch wurde auf den Donnerstag verschoben, ?fiel jedoch wieder ins Wasser?, wie Sven bemerkte. Aber es fand ein Workshop im Schloss statt, bei dem ein Tanz mit einer Flasche einge├╝bt, Armb├Ąnder gekn├╝pft, Kekse und Ketten verziert und das Slowakische Landesmuseum im Schloss besichtigt wurden.
In dieser Zeit waren Klaus, die Musik sowie ein T├Ąnzerpaar beim Empfang des B├╝rgermeisters. Am Ende des Tages gab es im Internat Abendessen und der Rest des Abends stand zur freien Verf├╝gung bereit.

Am Freitag gefr├╝hst├╝ckt, war den ganzen Morgen ├╝ber kein Programmpunkt angesagt und so wurde beschlossen in die ?Stadt? unsicher zu machen und auszukundschaften. Gemeinsam zogen wir los. Um 12 Uhr sollten wir uns alle wieder an der Post treffen (einige waren aber schon fr├╝her zur├╝ck im Internat). Nach dem Mittagessen liefen wir zu Fu├č zum Theater, unserem n├Ąchsten Auftrittsort. Der Ablauf dort sah wie folgt aus: kurze Probe ? langes Warten. Um 18 Uhr begann dann die Gala, bei der wir den Hetlinger und den Bankerltanz vorf├╝hrten.
Da unser Busfahrer sich einen ganzen Tag lang ausruhen musste um f├╝r die Fahrt am Samstag fit zu sein wurden wir kurzerhand vom tschechischen Bus mit ins Internat genommen.
Dort a├čen wir zu Abend, duschten und gingen anschlie├čend, so gegen 21 Uhr, in die Disco, welche bis 23 Uhr andauerte.
Danach war Kofferpacken angesagt und sp├Ąter schlafen gehen.

Der Samstag war eigentlich nur von der langen Busfahrt gepr├Ągt. Wir fr├╝hst├╝ckten um ca. 7 Uhr und fuhren so um 7:30 Uhr los. Am Schloss wurden wir dann noch einmal verabschiedet und waren dann ganz auf uns allein gestellt.

Die Fahrt verlief aber sehr reibungslos und bei W├╝rzburg war ein Busfahrerwechsel n├Âtig. Michael, unser Busfahrer, hatte die Lenkzeit, die er fahren durfte erreicht. So wurden wir die restlichen 100 km von einem anderen Busfahrer gefahren, welcher mit Witzen wir ?Ging ich letzte Wochen zu McDonalds und wollte mir H├Ąhnchen bestellen ?.? versuchte, und m├╝de Krieger aufzuheitern. Das war zwar freundlich gemeint, aber ?na ja!.
Um ca. 21 Uhr waren wir dann endlich wieder am Parkdeck in Erbach, wo wir von unseren Familien herzlich begr├╝├čt wurden.

Die Fahrt war wirklich ein voller Erfolg und wir w├╝rden alle sofort wieder nach Zvolen fahren!
Oder auch auf andere gro├če Reisen gehen!

 


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